Hans C. ten Berge
Geburtsjahr: 1938



Literarisches Colloquium Berlin
01. September 2011 -
30. September 2011


Poesie


1993    Materia Prima, gedichten 1963-1993
2001    Oesters & gestoofde pot
2004    Het vertrapte mysterie
       
Romane, Novellen und Notizen


1969    Canaletto en andere verhalen
1970    Een geval van verbeelding, roman
1978    De beren van Churchill
1981    Matglas, novelle
1985    Zelfportret met witte muts, novelle
1986    Het geheim van een opgewekt humeur, roman
1987    In de kloostertuin geschreven
1991    Een Italiaan in Zutphen, novelle
1995    De honkvaste reiziger, veldnotities 1
1996    Vrouwen, jaloezie en andere ongemakken
1998    De jaren in Zeedorp, roman
2003    Blauwbaards ontwaken, roman
2006    Ontluisd verleden, vijf novellen

Übersetzungen
1969    Yūgāo, een verhaal en vijf Nō-spelen
1970    Ezra Pound, 15 Canto’s
1975    Gunnar Ekelöf, Laat op aarde, gedichten
1979    Kenneth White, Zwerven in de dageraad
1982     Yasunari Kawabata, De danseres van Izu
1983    Mark Strand, Een lakse bries, gedichten
1983    Christopher Middleton, In het geheime huis & andere gedichten
1985    Gunnar Ekelöf, De Byzantijnse trilogie
2000    Murasaki Shikibu, Avondgezichten, episoden uit het leven van Prins Genji
2009     Christopher Middleton, Intieme kronieken, gedichten
             Robert Hass, Een verhaal over het lichaam, gedichten 

Obwohl H.C. ten Berge in erster Linie als Dichter bekannt ist, hat er auch Prosastücke, Essays und Übersetzungen veröffentlicht. Seine frühen Gedichte zeichnen sich aus durch eine unverhüllte, prägnante Schreibweise, durch eine Sprache, die voller Brüche und auf das Wesentliche verkürzt ist, um mächtige Gefühle hervorzurufen, aber gleichzeitig Sentimentalität zu vermeiden. Die späteren Arbeiten sind fließender und melodischer, öfter auch persönlicher, charakteristisch in ihrer Kombination innovativer und traditioneller Elemente, lyrischer und geistiger Impulse. Die Gedichte, meist in Zyklen verfasst, in denen verschiedene Stimmen und Sichtweisen zu vielschichtigen Erzählsequenzen zusammengefasst werden, enthalten gleichzeitig auch eine Vielzahl historischer und literarischer Anspielungen. „Materia Prima“ enthält ten Berges gesammelte Gedichte bis 1993. „Oesters & gestoofde Topf“ (Austern & Schmorbraten) wurde 2001 veröffentlicht, „Het vertrapte Mysterie“ im Jahr 2004, „Hollandse Sermoenen“ im Jahr 2008.

 

Die Offenheit gegenüber der Außenwelt, die die Poesie von ten Berge charakterisiert, ist auch in seinen zahlreichen Übersetzungen zu erkennen.
Seine Übersetzungen ins Niederländische umfassen nicht nur Teile von Ezra Pounds „The Cantos“ und die Arbeiten seiner zeitgenössischen Dichterkollegen – unter anderem: Kenneth White, Christopher Middleton, Mark Strand, Gary Snyder, Nathaniel Tarn, Robert Hass, Xavier Villaurrutia und Gunnar Ekelöf – sondern auch Texte, die außerhalb der westlichen Tradition, angefangen bei japanischen No-Stücken und Episoden aus Der Geschichte vom Prinzen Genji bis zu aztekischen sakralen und säkularen Gesängen. Seine Forschung im Bereich der Ethnologie endete in Form einer dreibändigen Sammlung von Mythen und Fabeln über die Völker des Nordens (NW Coast Indianer, Inuit / Eskimo und sibirische Völker).

 

Ten Berges Prosa umschreibt das Schaffen des Dichters, mit seiner akribischen Ausdrucksweise, seiner Bildsprache und fantasievollen Macht. Seine Protagonisten sind in der Regel Emigranten, Reisende mit ungewissem Ziel, wurzellose Individuen, mit einer schwachen Verbindung zu der Realität und zu sich selbst. Zu seinen wichtigsten Prosawerken zählen: Reiseberichte – “The Bears of Churchill” (1978); Novellen – “Frosted Glass” (1982), “Self-Portrait with White Hat” (1984), ”An Italian in Zutphen” (1991) und Romane “The Secret of a Cheerful Mood” (1986),” The Sea-Town Years” (1998) und “Bluebeard’s Awakening” (2003). Kürzlich veröffentlichte er “The Deloused Past” (oder: Empty Chairs) eine Sammlung von fünf Novellen, gefolgt von “Exemplary Tales and their Veiled Meanings“(2009).

 

Hans C. ten Berge, geboren zu Weihnachten 1938, verbrachte längere Zeit in Osteuropa sowie in Nord- und Mittelamerika (Grönland, Kanada, Texas, Mexiko). Er war verbunden mit dem National Museum of Man (Ottawa, Ontario 1974-5), der Kunsthochschule in Arnheim (NL) und der University of Texas in Austin (US). Er war auch Gründer und alleiniger Herausgeber der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift Raster von 1967 bis 1973. „The Secret of a Cheerful Mood” brachte ihm den Multatuli-Preis. 1996 wurde er für sein Gesamtwerk mit dem renommierten Huygens-Preis ausgezeichnet. Im Jahr 2006 erhielt er den P.C. Hooft-Preis, die höchste Auszeichnung im Bereich der Literatur in den Niederlanden.

Das HALMA Stipendium für H. C ten Berge wird von der niederländischen stiftung für literatur ermöglicht.